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Biografie


 

Leichtzüngige Artikulation, höchste Beweglichkeit, extrem sicherer Ansatz, Koloraturkunst ... ein Solist von solchem Rang veredelt jedes Musikwerk“, so titelten die Salzburger Nachrichten bei seinem umjubelten Debüt im Rahmen der Salzburger Festspiele.

 

Der im ungarischen Kiskőrös aufgewachsene Gábor Boldoczki ist mit seinem Trompetenspiel die Ausnahmeerscheinung seiner Generation. So verwundert es nicht, dass die Süddeutsche Zeitung Gábor Boldoczki inzwischen als „würdigen Nachfolger“ von Maurice André bezeichnet. Auch die internationale Presse feiert ihn bereits als grandiosen Trompetenvirtuosen.

 

Bereits mit 14 Jahren erhielt der junge Ausnahmetrompeter beim Nationalen Trompetenwettbewerb in Zalaegerszeg den 1. Preis und begann nach den Studien am Leo Weiner Konservatorium, an der Musikhochschule Franz Liszt in Budapest und in der Meisterklasse von Professor Reinhold Friedrich seine internationale Solokarriere. Der endgültige Durchbruch gelang ihm als Gewinner des bedeutenden Internationalen Musikwettbewerbs der ARD in München und als 1. Preisträger des 3. Internationalen Maurice André Wettbewerbs, dem Grand Prix de la Ville de Paris.

 

Seine technische Perfektion sowie künstlerische Reife sind überwältigend“, so urteilte die Jury, als ihm im August 1999 der begehrte Nachwuchspreis Prix Davidoff von der Reemtsma-Stiftung verliehen wurde. Im Oktober 2002 folgte der international renommierte Prix Young Artist of the Year. Nach der Auszeichnung als Nachwuchskünstler des Jahres durch die Deutsche Phono Akademie im Oktober 2003 erhielt Gábor Boldoczki im Oktober 2008 erneut den Echo Klassik in der Sparte Instrumentalist des Jahres.

 

Im Rahmen seiner Tourneen gastiert er zusammen mit namhaften Orchestern u.a. Sinfonieorchester des Bayeri­schen Rundfunks, Budapest Festival Orchester, Mariinsky Theatre Symphony Orchestra, Wiener Symphoniker und international bedeutenden Kammerorchestern sowie bei Gala-Konzerten mit Edita Gruberova.

 

Als erster Trompetensolist weltweit interpretierte Gábor Boldoczki bei den Salzburger Festspielen die Trompetenkonzerte von Michael Haydn. Regelmäßig gastiert er in den bedeutenden Musikmetropolen Europas wie dem Musikverein Wien, dem Concertgebouw Amsterdam, der Philharmonie Berlin, dem Théâtre des Champs-Élysées in Paris, dem KKL Luzern und dem Palace of Arts in Budapest. Zudem folgt er Einladungen zu Konzerttourneen nach Südamerika, Japan und China. Insbesondere im Musikverein Wien gastierte Gábor Boldoczki in 2011 mehrmals und begeisterte im Rahmen eines Festkonzertes mit Iveta Apkalna, mit den Wiener Symphonikern unter der Leitung von Fabio Luisi und als Solist mit dem Orchestre de Cannes. In 2012 folgt Gábor Boldoczki Einladungen u.a. in das Konzerthaus Berlin, in die Alte Oper Frankfurt, in das KKL-Luzern, und konzertiert in der Frauenkirche Dresden sowie im Rahmen der Meraner Festwochen.

 

 

 

Seit geraumer Zeit ist Gábor Boldoczki gefragter Solist für zeitgenössische Musik und deren Uraufführungen. Zusammen mit Gidon Kremer und der Kremerata Baltica interpretierte er beispielsweise die Welturaufführung von Georg Pelecis „Revelation“ beim Musikfestival Les muséiques in Basel. Beim internationalen Dubrovnik Summer Festival stellte er als weitere Uraufführung das Trompetenkonzert von Boris Papandopulo und bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern das Trompetenkonzert von László Dubrovoy sowie als „Preisträger in Residence“ in 2010 die Uraufführung des von Fazil Say komponierten Werkes für Trompete und Orchester vor.

 

Über die CD-Einspielung bei SonyBMG mit dem Franz Liszt Kammerorchester schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Strahlend schlackenfreier Ton, mit dem Boldoczki alle Kadenzen und selbst noch die sentimentalsten Kantilenen veredelt. Er ist ein wunderbar musikantischer Solo-Trompeter, mit unerhörter Biegsamkeit und mit einem einmalig flüssigen Legato, weich wie Butter“. Bei SonyBMG erschienen weitere Aufnahmen mit dem Zürcher Kammerorchester, dem Kammerorchester „I Musici di Roma“ sowie Sinfonia Varsovia. Über seine CD „Gloria“, auf der er zusammen mit Hedwig Bilgram und László Fenyö Sonaten für Trompete und Orgel sowie Trompete, Cello und Cembalo eingespielt hat, schrieb die FAZ: „Gábor Boldoczkis spieltechnische Virtuosität ermöglicht ihm atemberaubende Tempi und weite Koloraturbögen, sein geradliniger Ton setzt den perfekten Widerpart zu László Fenyős tänzerisch leichtem Bogenstrich und Hedwig Bilgrams beschwingtem Continuospiel.“

 

Boldoczkis „extrem gefühlvolle und stilsichere“ Schostakowitsch-Einspielung für Klavier, Trompete und Orchester mit dem Gulbenkian Orchester unter der Leitung von Lawrence Foster und der Pianistin Lise de la Salle wurde vom Fachmagazin Gramophone zur „CD des Monats“ im April 2008 gewählt.

 

Im Januar 2010 wurde Gábor Boldoczki an die renommierte Franz-Liszt-Musikakademie Budapest berufen, wo er als Professor im Fach Trompete lehrt. Kurz darauf wurde ein ARTE-Portrait über Gábor Boldoczki ausgestrahlt, wo er zusammen mit der Haydn Philharmonie unter Adam Fischer im Stefaniensaal in Graz gastierte.

 

Sein vielseitiges Repertoire reicht von Bach bis Penderecki, von Vivaldi über Schostakowitsch bis Hindemith, Takemitsu, Ligeti und Arvo Pärt. Gábor Boldoczki spielt auf B&S Instrumenten.